Das Projekt
Mittwoch, den 28. Januar 2009 um 10:29 Uhr
Europäische Filme waren und sind das Aushängeschild der europäischen Filmindustrie. Durch internationale Erfolge auf wichtigen Festivals ist der europäische Film in den Mittelpunkt vieler Diskussionen gerückt. Auch in den heimischen Kinos gab es in den vergangenen Jahren gute Erfolge.Doch manche Menschen im deutschsprachigen Raum können an diesen Filmen nicht oder nur sehr schwer teilhaben - die Hör- und Sehbehinderten (allein in Österreich mehr als 1,2 Millionen).
Als Filmproduzent und somit Angehöriger der Audiovisionsindustrie, stellt man sich nicht selten die Frage, wie hör- und sehbehinderte Menschen die hergestellten Filme erleben. Da sich hier ein scheinbarer Widerspruch vom Hergestellten zum Konsumierbaren ergibt, ist es uns ein Anliegen, die erzeugten Werke auch dieser Personengruppe zugänglich zu machen.
Mit Hilfe der Audiodeskription, einer Induktionsschleife und einer Untertitel-Brille bietet BARRIEREFREIE FILME erstmals den gemeinsamen und gleichzeitigen Filmgenuss im Kino für wirklich alle Besucher. Blinde, Gehörlose, Schwerhörige, Sehende und Hörende nehmen kulturell teil an der immer stärker visuell ausgerichteten Mediengesellschaft ohne Beeinträchtigung der jeweils anderen Gruppe.
Das Projekt setzt den ersten Schritt die Bearbeitung von Filmen für Seh- und Hörgeschädigte als einen festen und selbstverständlichen Bestandteil in die Medienlandschaft dauerhaft einzubauen und so einen barrierefreien Zugang zum Informations- und Unterhaltungsmedium Kino zu ermöglichen.
